Die Zukunft

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Die neue Regierung personell - wie schlimm wird's?

So, das Kabinett Merkel II scheint zu stehen. Mal im Vergleich zu Merkel I: Minister (Vorgänger).

Bundeskanzlerin Angela Merkel CDU
Chef des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla CDU (de Maizière CDU) Uff, wieder ein unnötiger Vollidiot mehr. -0,5
Stellvertreter der Bundeskanzlerin Guido Westerwelle FDP (Steinmeier SPD)
Auswärtiges Guido Westerwelle FDP (Steinmeier SPD) Ziemlich peinlich, das Ganze. Aber wenn er unbedingt will, dann soll er halt. Bin nur mal gespannt, was die außenpolitischen Positionen der FDP angeht, da hörte man bisher nicht viel. -0,5
Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger FDP (Zypries SPD) Okay, keine wirkliche Verschlechterung.
Wirtschaft und Technologie Rainer Brüderle FDP (Guttenberg CSU) Ändert gar nix.
Gesundheit Philipp Rösler FDP (Schmidt SPD) Aha, der Jungstar, ich hatte es schon vermutet. Auch keine personelle Verschlechterung, das wär aber auch kaum möglich gewesen.
Bildung und Forschung Annette Schavan CDU
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Cornelia Pieper FDP (Wieczorek-Zeul SPD) Noch nicht bestätigt, wär aber ein Griff ins Klo. -1
Inneres Thomas de Maizière CDU (Schäuble CDU) Scheint genau so ein Hardliner zu sein.
Finanzen Wolfgang Schäuble CDU (Steinbrück SPD) Wer Kapitän auf der Titanic ist, spielt auch keine Rolle. Der alte Mann macht zum Abschied nochmal die Drecksarbeit, vermutlich für 2 Jahre. Wird interessant zu sehen sein, ob er ein Defizit- verfahren der EU abwenden kann.
Arbeit Franz Josef Jung CDU (Scholz SPD) Strotzt nur so vor Inkompetenz, tatsächlich nochmal ein Minus. -0,5
Familie, Senioren, Frauen, Jugend und Soziales Ursula von der Leyen CDU
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Norbert Röttgen CDU (Gabriel SPD) Abseits vom Rampenlicht die vielleicht unsinnigste Besetzung. -1
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner CSU
Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg CSU (Jung CDU) Entweder er kann uns den Krieg verkaufen oder er verliert seinen Kronprinzen- status, für Merkel auf jeden Fall ein Gewinn und schlimmer als Jung kann der Strahlemann auch nicht sein.
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Peter Ramsauer CSU (Tiefensee SPD) Irgendwas musste die CSU ja noch kriegen, aber ausgerechnet "Aufbau Ost"? -1

Fazit: die CSU kommt aufgrund ihrer personellen Probleme schlecht weg, die FDP zeigt sich erwartet stark vertreten. Auf den wichtigsten Posten ist es nur zur Reise nach Jerusalem gekommen und es droht kein größeres Desaster, aber während die SPD in den letzten vier Jahren stets das Schlimmste verhindern konnte, müssen wir nun mal abwarten, wie Merkel eine Wunsch- koalition führt und ob sie das Zeug zur Basta-Kanzlerin hat, was die marktwirtschaftliche Grundausrichtung stark verstärken könnte. Im sozial empfindlichem Bereich darf die FDP nur an der Gesundheitsfront in den Einsatz, das birgt zwar schon genügend Sprengkraft, aber eine weitgehende Privatisierung ist ohne Merkels Einverständnis für Rookie Rösler unerreichbar.
Bisher ist sie ja recht gut damit gefahren, sich rauszuhalten und die Minister einfach machen zu lassen und durch die bevorstehende NRW-Wahl sind ihr noch die Hände gebunden (sollte Rüttgers sie verlieren, dann rührt Oskar im Bundesrat sowieso wieder Beton an).
Im Augenblick kann man nach ihrer wahr- scheinlichen dritten Wahlniederlage in Folge 2013 darauf hoffen, dass es dann auch mit ihr zu Ende geht (ein Unsicherheitsfaktor werden allerdings die Grünen). Bei der außenpolitischen Achse Merkel-Westerwelle-Guttenberg kann man jeden- falls nur hoffen, dass sich die Irankrise nicht zum Krieg entwickelt.

Ich nehm die Rückkehr der Kohl-Koalition erstmal mit Humor:

(zum Vergrößern klicken, Weiterverbreitung erwünscht bis gefordert)
23.10.09 22:32


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Evolution politischer Kommunikation im öffentlichen Raum


Entwicklung der Botschaft in Text und Bild (These)


Adaption in den öffentlichen Raum


Rezeption


Reaktion auf Rezeption (Antithese)


Paradoxe Konklusion (Synthese)


P.S. Puh, fast geschafft. Auch dieses Mal verzichtet Die Zukunft_ auf eine offizielle Wahlempfehlung.
24.9.09 22:20


Das Dilemma des demokratischen Sozialismus

Der Wahlomat ist da.


Bei mir liest sich das Ergebnis wie ein "who is who" des linken Parteienspektrums: erst Trotzkisten und reformierte Marxisten, dann Leninisten und Postmaterialisten, schließlich Digitalegalitaristen sowie Antianthropozentristen, zuletzt traditionelle Marxisten und ganz am Ende rutscht die ehemalige Arbeiterpartei gerade noch so in die Top 8.
Die ideale Partei für mich: das Programm der Linken, das Personal der Grünen und die Kernforderungen sowie der Politikstil der Piraten.
Nun ja, man kann sich seine Partei genausowenig auswählen wie die Politiker ihr Volk; meine Stimme ist auch nicht mehr wert als die von diesen jungen Leuten:


Und das ist auch gut so. ;_;
5.9.09 00:41


Zur Aufhebung inhärenter Widersprüche des Kapitalismus

Der inhaltsleere Wahlkampf deprimiert mich ein wenig, also gibt's hier Gegenprogramm. Achtung: die Sinnhaftigkeit dieses Unterfangens ist nur für jene ersichtlich, die bereits der Meinung sind, dass der Kapitalismus nicht "seine Probleme hat", sondern selbst das Problem ist.

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1. Frage: Warum fallen viele Langzeitarbeitslose in ein psychologisches Tief, aus dem sie nur selten wieder aus eigener Kraft herauskommen?
1. These: Weil das Selbstwertgefühl einer Person in entscheidendem Maße an die gesellschaftliche Anerkennung geknüpft ist, die ihm in Form des sozialen Status entgegengebracht wird. Der soziale Status ist heutzutage direkt an das Einkommen durch Arbeit gekoppelt. Mit andauernder Arbeitslosigkeit und dem Fall ins Hartz-IV-Ghetto entsteht der Eindruck, dass der Betroffene als Mensch weniger wertvoll ist und einen annehmbaren sozialen Status nicht "verdient".

2. Frage: Woran entzünden sich gesellschaftliche Debatten über den Umgang mit "dem Prekariat"?
2. These: An der tiefsitzenden Angst der Mittelschicht, den eigenen sozialen Status einzubüßen und selbst in die Unterschicht durchgereicht zu werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den sozialen Status mittels symbolischem Erwerb von Gütern nach unten hin zu zementieren und dadurch der Anreiz, möglichst viele virtuelle Warenbezugsscheine (Geld) anzuhäufen. Das Prekariat selbst ist zu demoralisiert und zu unpolitisch, um sich zu organisieren und eine Teilhabe am vorhandenen gesellschaftlichen Reichtum einzufordern.

3. Frage: Wieso wird die Höhe von Manager- gehältern von vielen Menschen als problematisch empfunden?
3. These: Es spielt keine Rolle, dass der Unterschied zwischen einem guten und einen weniger guten Manager einige Milliarden an Börsenwert ausmachen kann und entsprechend hohe Gehälter marktwirtschaftlich Sinn ergeben, da die Tätigkeit eines Managers im Wesentlichen darin besteht, in einem Büro zu sitzen und mit anderen Menschen zu kommunizieren, also in derselben Tätigkeit, die auch seine Sekretärin ausübt. Die Marktlogik widerspricht auch hier dem allgemeinen Verständnis dafür, was jemand an resultierendem sozialem Status "verdient".

4. Frage: Wie lassen sich diese Konflikte in einer Geldwirtschaft (evolutionär) lösen?
4. These: Während die Zuteilung von Geld als gerechte Belohnung für die eigene Tätigkeit mit entsprechendem sozialen Status verstanden wird, widerspricht die sich aus der Marktlogik ergebende Verteilung diesem Verständnis. Da eine Abschaffung der Geldwirtschaft in diesem Jahrhundert als nicht praktikabel erscheint, kann nur eine direkte Koppelung von Einkommen an tatsächlich durch Tätigkeiten erworbene gesellschaftliche Reputation einen Ausweg aus dem Dilemma bieten.

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Wie das aussehen könnte, schauen wir uns an, wenn der Wahlkampf den nächsten Tiefpunkt erreicht.
12.8.09 19:55


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